Frisch gebacken: „Hundeeltern“
Frisch gebacken: „Hundeeltern“

Frisch gebacken: „Hundeeltern“

Eat. Sleep. Nap. Repeat.

Es ist so weit. Nach langer Wartezeit zieht ENDLICH unser kleiner Welpe bei uns zu Hause ein! Natürlich haben wir uns im Vorfeld über alles mögliche informiert – Erziehung, Ernährung, Beschäftigung… das Informationsangebot ist schier unendlich. Gerade „frisch gebackene Hundeeltern“ wollen gerne ALLES richtig machen – doch was ist denn nun „richtig“? Die Frage an sich ist schwierig zu beantworten, denn jedes Lebewesen ist ein eigenes Individuum und was beim einen Hundekind funktioniert, kann beim nächsten in die Hose gehen. Allerdings hat uns die Natur etwas Wundervolles mitgegeben, auf das wir in der heutigen Zeit leider viel zu selten hören – das Bauchgefühl. Ein natürlicher Indikator für die Beurteilung von Situationen, unser Instinkt.

Ankunft

  • Wohnung zusammen erkunden, Welpen Entscheidungen abnehmen
  • Wichtige Plätze zeigen
  • “Meins” und “Deins” klarmachen
  • Ruhe ausstrahlen
Foto: pixabay / ruvenss

Allgemeine Tipps: Tricks wie Sitz, Platz, Pfote haben während der ersten Wochen KEINE Priorität. Priorität hat BEZIEHUNG, VERTRAUEN. Weniger ist mehr!

Die Grundlagen beginnen schon ab dem ersten Moment, an dem man mit dem Welpen den neuen Lebensraum betritt. Viele würden das Hundekind wahrscheinlich jetzt absetzen, sich in Ruhe alles anschauen lassen, verzückt quietschen, wenn er ja so goldig auf den alten Schuhen rumknatscht.

Er befindet sich in unbekannten Räumen, mit bisher unbekannten Menschen, Gerüchen und Gegenständen. Gerade frisch von seinen Eltern und Geschwistern getrennt hat er nun also auch keinen Anker mehr, an den er sich halten könnte. Bisher hat Mama gesagt, was er darf und was nicht, auch beim Spielen unter den Geschwistern wurden Grenzen gesteckt. Jetzt sitzt er verwirrt im Raum und bekommt den „Auftrag“, mal schön alles zu erkunden. Aus der Sicht des Welpen lassen wir ihn mit unserem Verhalten erstmal vollkommen alleine. Und wir geben ihm damit schon am ersten Tag jede Menge Entscheidungskraft.

Woche 1:

  • An der Stubenreinheit arbeiten (alle 2 Std. raus, nach jedem Fressen, Spielen, Schlafen)


Woche 2:

  • Ruhezeiten beachten und auf Ruhe bestehen! (Welpen schlafen 22 Std. am Tag)
  • Maximal ein “Programmpunkt” täglich, nur ein paar Minuten
  • Namen beibringen, Abruf üben, “Meins” und “Deins” festigen

Woche 2-5:

  • Beziehung vertiefen (Name, Ressourcenverwaltung)
  • erste kleine Spaziergänge (auf Leinenführigkeit achten!)
  • Folgetrieb ausnutzen
  • Orientierung am Menschen vertiefen
  • Namen und Abruf auch draußen festigen


Woche 6:

  • Deckentraining: Ab 16 Wochen Welpe längere Zeit auf Platz „parken“ (minutenweise). Auf bleiben beharren, mit dem Alter steigern
  • An Frustrationstoleranz arbeiten

ab Woche 8

  • Bei Unsicherheit / Angst Welpen schützen, in die Hocke gehen, „rahmen“, zusammen schauen.

Welpenerziehung ist (eigentlich) kein Hexenwerk. Für eine stabile Mensch-Hund-Beziehung braucht es nicht viel. Bleibt entspannt bei allem, was ihr tut, verzweifelt nicht bei “Rückschlägen”.

Nadine Pfeiffer


© Fotos: Nadine Pfeiffer
soweit nicht anders angegeben

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Ah, ah, ahhh, du hast das Zauberwort vergessen.

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