Aspirationspneumonie beim Hund – Nächte voller Sorgen mit unserer Mika
Aspirationspneumonie beim Hund – Nächte voller Sorgen mit unserer Mika

Aspirationspneumonie beim Hund – Nächte voller Sorgen mit unserer Mika

Quälenden Wochen voller Sorgen

Mika, unsere kleine tapfere Kämpferin, hat in den vergangenen Monaten eine unfassbare Prüfung durchgestanden. Eine schwere, langwierige Erkrankung mit hartnäckigem Husten und quälender Atemnot stellte unser Leben auf den Kopf. Trotz aller Behandlungen wollte es einfach nicht besser werden – im Gegenteil.

Wie es dazu kam, bleibt letztlich ungewiss, doch die Ärzte vermuten, dass Mika sich beim Fressen verschluckt hat. Durch ihre halb gelähmte Zunge ist das Risiko groß, dass Nahrung nicht richtig geschluckt wird (mehr zu Mikas chronisch gelähmten Zunge hier). Wahrscheinlich gelangte Futter in ihre Lunge, wo es sich ablagerte und eine schwere Entzündung auslöste. Eine solche Aspirationspneumonie ist lebensgefährlich, und genau das war es, was uns in den letzten Monaten den Atem geraubt hat – im wahrsten Sinne des Wortes.

Nächte voller Sorgen, in denen ihr röchelnder Atem den Raum erfüllte. Immer wieder stellten wir uns die bange Frage: Ist es Zeit für den letzten Anruf beim Tierarzt? Ich sah ihr in die Augen, suchte nach einer Antwort, während mein Partner sie versuchte zu beruhigen, weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte sie so zu sehen. Es war ein Kampf, der uns emotional und körperlich an unsere Grenzen brachte. Doch Mika wäre nicht Mika, wenn sie sich einfach geschlagen gäbe. Mit ihrem sturen Willen schien sie zu sagen: Ich bleibe, ich hab hier noch was zu tun.

Unzählige Tierarztbesuche, eine Woche in der Uniklinik Leipzig, ein ständiges Auf und Ab. Alle – wir, die Pfleger und ihre wunderbare Ärztin Frau König – taten alles, um ihr zu helfen. Dann kam der gefürchtete Anruf: Holt sie nach Hause, vielleicht stabilisiert sie sich dort – das ist jetzt das einzige was wir tun können.

Mit gemischten Gefühlen holte ich Sie in Leipzig wieder ab. Ihre Blutwerte gaben wenig Hoffnung, doch das Röntgenbild zeigte eine Verbesserung. Ich konnte es kaum fassen. An meinem Geburtstag durfte ich sie wieder mit nach Hause nehmen. Selbst wenn es nicht lange gut gegangen wäre – sie war dort, wo sie hingehörte bei uns, mein größtes Geschenk.

Wir kämpften weiter, gaben Medikamente, ließen sie inhalieren, sorgten für Ruhe. Da Mika durch ihre halb gelähmte Zunge nicht alle Medikamente oral aufnehmen konnte, blieb uns nichts anderes übrig, als neue Wege zu finden. Also brachte ich mir selbst bei, ihr Infusionen zu legen und Spritzen zu verabreichen – etwas, das ich mir vorher nie hätte vorstellen können. Doch es gab keine Alternative. Es war nicht immer einfach, aber wenn es um mein Mäuschen geht, gibt es keine Kompromisse.

Eine Spendenaktion für unsere Mika

Und inmitten dieser schweren Zeit erfuhren wir etwas Wunderbares: die unglaubliche Kraft der Gemeinschaft. Freunde, Familie und sogar Fremde standen uns bei. Eine Spendenaktion wurde ins Leben gerufen von Mikas Züchterin und gleichzeitigengen Freundin, um die immense finanzielle Belastung zu stemmen – denn durch ihre Vorgeschichte kann Mika nicht normal krankenversichert werden. Über 3.500 Euro sind bisher zusammengekommen. Dank eurer Großzügigkeit mussten wir uns in diesen dunkelsten Momenten keine Sorgen um die Kosten machen. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Und ich weiß noch ganz genau wie ich den ganzen Abend ungläubig auf das Telefon starrte wie immer mehr Geld zusammen kam. Wahnsinn was für ein Gefühl. Ich bin noch immer unglaublich Dankbar dafür.

Heute kann ich euch endlich eine hoffnungsvolle Nachricht überbringen: Mika geht es besser. Ihr unerschütterlicher Kampfgeist hat sich ausgezahlt, und wir bauen gemeinsam ihre Kräfte wieder auf. Doch wir wissen auch, dass ihr Weg nicht ohne Risiko bleibt. Wenn der Tag kommt, an dem sie nicht mehr kann, müssen wir die schwerste aller Entscheidungen treffen.

Bis dahin zählt nur eins: dass Mika ein würdiges Leben führen kann, ohne unnötiges Leid. Wir genießen jeden einzelnen Tag mit ihr – ja, sogar ihr lautes Schnarchen und das unnachahmliche Talent, uns beim Laufen im Weg zu stehen. Denn erst wenn diese kleinen Dinge fehlen, merkt man, wie sehr man sie vermisst.

Janine Huber


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